Feuerkugelgrill

Den Grill richtig anzünden: eine Frage des Systems


Anzünden beim Gasgrill

Üblicherweise ist im Gasgrill eine integrierte Zündung, eine Piezo-Zündung oder eine elektronische Zündung, eingebaut:

Integriert heisst, dass das Gas über den Regulierknopf entzündet und hochgeschaltet wird. Eine Piezo-Zündung ist dagegen ein eigenständiger Knopf, der nur das Gas entflammt. Die elektronische Zündung wird über eine Batterie gespeist, die für den Funkenschlag sorgt.

Profis gehen beim Anzünden des Gasgrills nach folgenden Schritten vor:

  1. Ein Blick verrät, ob alle Knöpfe ausgeschaltet sind. Danach wird geprüft, ob genug Gas in der Gasflasche ist - geht der Grill während des Grillierens aus, wird das Grillgut nicht mehr gleichmässig erhitzt. Erst wenn alles stimmt, wird das Gas aufgedreht.
  2. Ganz gleich, welche Zündungsart vorhanden ist: den Grill richtig anheizen heisst, zunächst nur einen Brenner zu starten. Erst, wenn dieser arbeitet, können die anderen dazugeschaltet werden. Diese Methode bringt den Grill sicher und langsam auf Betriebstemperatur.
  3. Der Deckel gehört sofort auf den Grill und wird für etwa 10 bis 15 Minuten nicht mehr angehoben - die Wärme verteilt sich währenddessen optimal. Erst danach kommen die Grillwaren auf den Gasgrill.


Anzünden beim Holzkohlegrill

Beim Grillieren mit Holzkohle begehen Fleischfans in Sachen Grill richtig anheizen oft unwissentlich viele Fehler - und wundern sich über ungleichmässig grillierte Ergebnisse. Grundsätzlich gibt es mehrere Methoden, um Holzkohle zum Glühen zu bringen.

Konventionelles Anzünden

Hochwertiges Brennmaterial ist die Grundlage. Briketts brauchen länger, geben jedoch kontinuierlich Wärme ab. Holzkohle sorgt für ein schnelles Durchglühen, doch die Hitze geht schneller verloren als bei dicht gepressten Briketts. Das Brennmaterial sollte zum Anheizen zu einer Pyramide in der Mitte des Grills geschichtet werden. Anzündmittel in fester Form, wie Anzündwolle oder Anzündwürfel werden in der Pyramide verteilt und es kommt noch etwas Anzündflüssigkeit hinzu. Diese muss die Kohle zunächst vollständig durchnässen. Erst danach geht es mit einem langen Streichholz an das eigentliche Anzünden. Mit einem Blasebalg erhalten Holzkohle oder Briketts den nötigen Sauerstoff und die Glut erreicht das komplette Brennmaterial. Nach einer halben Stunde kommt eine zweite Schicht Brennmaterial dazu. Ist die Kohle mit einer feinen Ascheschicht überzogen und die Anzündemittel komplett abgebrannt, darf grilliert werden.

Unkonventionelle Anzündhilfen

Anzündkamin

Praktischer Anzündkamin

Ein Anzündkamin sorgt für schnelles Durchglühen - er ist quasi ein Grill im Kompaktformat. Nach nur 15 Minuten kann die Kohle im perfekten Grillzustand verwendet werden. Die Hitze staut sich in dem Zylinder, steigt nach oben und so ist die enthaltene Kohle zügig durchgeglüht.

Nicht vergessen: Petroleum, Spiritus und andere Brandbeschleuniger haben am Grill nichts verloren. Sie sind ein Sicherheitsrisiko und kommen beim Grill anheizen auf keinen Fall zum Einsatz!

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