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Pflege

Man braucht kein Fachmann zu sein, um einen gesunden und gepflegten Rasen zu erkennen. Denn unsachgemässe Rasenpflege hat oft gravierende Folgen: Helle Verfärbungen, Rasenunkraut, Klee, Pilze, Moos und Löcher im Rasen sind die auffälligsten.

Durch fachgerechtes Mähen, Bewässern und Vertikutieren sowie die korrekt dosierte Verwendung von Rasendünger wird der Rasen entscheidend gestärkt. So hat Rasenunkraut praktisch keine Chance mehr. Von wegen „Unkraut vergeht nicht“!

Ganz besondere Freude bereitet die Gartenpflege dann, wenn das Ergebnis überzeugend ist und zu Erfolgserlebnissen führt. Genau dazu wollen wir Ihnen mit den nachfolgend beschriebenen Pflegeprozessen verhelfen.

Pflege Rasen

1. Mähen

Wieso mähen und wie oft?


Der Rasenmäher ist die erste „Waffe“ gegen unerwünschte Eindringlinge. Denn zu hoch stehender Rasen birgt die Gefahr der Ausbreitung von Moos, Pilzen und Rasenunkraut. Deshalb gilt: Von Mai bis Juni, also während der starken Wachstumsphase, einmal pro Woche den Rasen mähen, in den wärmeren Sommermonaten den Rasenmäher zwei Mal pro Monat aus der Garage rollen.

Faustregeln


Auch beim Rasen mähen gibt es Faustregeln: Nie mehr als um einen Drittel kürzen (z.B. von 9cm auf 6cm), während Hitzeperioden nicht kürzer als 5cm mähen und schattige Flächen sollten generell nicht kürzer als 6 cm geschnitten werden. Ungefähr.

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Rasen vertikutieren bedeutet:


dass die Grasnarbe einer Rasenfläche angeritzt wird. Auf diese Art werden altes Schnittgut und Moos entfernt, was eine bessere Belüftung des Bodens zur Folge hat. Dies kann mittels manuellem oder motorisiertem Vertikutierer erfolgen. Gerade beim Arbeiten mit einem manuellen Vertikutierer ist gemeinsames Arbeiten effizienter.

Auswirkungen des Vertikutierens

Vor dem Vertikutieren


Da sich die Wurzeln vorwiegend im Rasenfilz entwickeln, werden die Nährstoff- sowie die Wasseraufnahme beeinträchtigt. Der Rasen trocknet schneller aus und ist anfälliger für Krankheiten.

Nach dem Vertikutieren


Die Wurzeln können die Erde wieder durchwachsen. Nährstoff- sowie Wasseraufnahme werden erleichtert. Die Widerstandsfähigkeit der Gräser gegenüber Krankheiten wird verbessert.

Vorgehen

6 Schritte zum richtigen Vertikutieren


Vertikutieren sollte man am besten während einer Wachstumsphase des Grases und nicht während Trockenperioden.
Am besten geeignet sind das spätere Frühjahr oder der Herbstbeginn.

1. Der Rasen wird optimal vorbereitet, indem er auf ungefähr 3cm Länge gemäht wird.
2. Rasen vertikutieren. Am effizientesten sind mehrere Durchgänge über Kreuz. Viele Durchgänge mit geringer Bearbeitungstiefe sind wenigen Durchgängen mit hoher Bearbeitungstiefe vorzuziehen.
3. Nach jedem Durchgang das gelöste Material entfernen, bis der Rasenfilz komplett beseitigt ist.
4. Bodenunebenheiten mit Rasenerde ausgleichen.
5. Rasen düngen.
6. Löcher in der Rasenfläche mit Rasensamen nachsäen. Betroffene Stellen nach dem Andrücken feucht halten.

Vertikutieren - richtiges Vorgehen

Vertikutieren in eine Richtung

Vertikutieren über Kreuz

Vertikutieren über Kreuz

Geringe Rasendichte,
helle Verfärbungen,


Unkraut, Moosbewuchs und eine Anfälligkeit für Krankheiten sind deutliche Anzeichen für einen akuten Nährstoffmangel. Diesem Mangel sollte mit fachgerechtem Rasendünger entgegengewirkt werden. Ja, auch Dünger gehört zur Gartengestaltung!


Düngen bei Verwendung eines Mähroboters
Es ist äusserst faszinierend, einem Mähroboter bei der Arbeit zuzuschauen. Aber nicht nur das. Da ein Mähroboter das geschnittene Gras nicht entfernt, wird der Boden durch das liegen gelassene Schnittgut mit Nährstoffen versorgt. Deshalb benötigen solche Flächen gut 20 Prozent weniger Dünger. Gut zu wissen also, dass der Einsatz eines Mähroboters nicht von Faulheit, sondern einem äusserst ökologischen Denken zeugt!

Die Wirkung des Düngens

Kein oder zu wenig Dünger


Die durch Nährstoffmangel bedingte Unterentwicklung der Wurzeln führt dazu, dass der Rasen nur schlecht gegen Moos und Unkraut bestehen kann. Dies führt bei warmen Bedingungen auch schnell zu Trockenheit.

Fachgerecht gedüngt


Der Rasen ist stark genug um sich gegen Moos, Unkraut und Pilze durchzusetzen. Die bessere Durchwurzelung des Erdreichs vereinfacht die Wasseraufnahme.

An Nährstoffbedarf angepasstes Düngen


Gartenbau kann eine intuitive Angelegenheit sein. Muss aber nicht. Denn um fachgerecht düngen zu können ist es wichtig, den Nährstoffbedarf des Rasens zu kennen. Dieser ist nämlich nicht während des gesamten Jahres gleichbleibend. Wissen ist also manchmal der Intuition vorzuziehen.



Düngungsmethoden


Beim Düngen können zwei verschiedene Ansätze verfolgt werden, die sich vor allem im Zeitaufwand und der Exaktheit unterscheiden:

Saisongerechtes Düngen
Das an die jeweilige Saison angepasste Düngen ist ein wenig aufwendiger als die Langzeitdüngung, ist aber exakter und stellt sicher, dass der Rasen zu jeder Jahreszeit mit der richtigen Nähstoffsorte sowie der richtigen Nährstoffmenge versorgt wird. Die Ergebnisse des saisongerechten Düngens sind dementsprechend auch ein wenig besser als die der Langzeitdüngung.


Langzeitdüngung

Die Langzeitdüngung erfolgt normalerweise nur einmal pro Jahr, idealerweise im Monat Mai. Bei Spielrasen der vor allem von Kindern bespielt wird, ist die Langzeitdüngung der saisonalen Düngung vorzuziehen. Es gilt jedoch zu beachten, dass auch bei der Langzeitdüngung erneutes Düngen im Herbst nicht zwangsläufig umgangen werden kann. Vor allem dann wenn der Rasen aufgehellt aussieht, kann ein akuter Kaliummangel vorliegen.

Was beim Düngen noch zu beachten ist

Menge


Je öfter der Rasenmäher zum Zug kommt und je strapazierter der Rasen ist, desto mehr Dünger benötigt er!


Zeitpunkt


Es gilt die Faustregel, dass 2 Tage nach dem Mähen gedüngt und frühestens 5 Tage nach dem Düngen gemäht werden sollte. Zudem sollte der Dünger auf trockenem Rasen ausgebracht werden, idealerweise kurz vor Regen.


Anwendung


Eine besonders regelmässige Verteilung des Düngers kann mit Hilfe eines Streuwagens erreicht werden.


Achtung


Falls der Boden einen zu tiefen pH-Wert aufweist, also umgangssprachlich „sauer“ ist, kann das Ausbringen von
Migros Bio Garden Kalk(„Kalkung“ oder „Kalkdüngung“ genannt) helfen. Dadurch wird beispielsweise übermässiger Moosbefall bekämpft. Ausser im Tessin weist der Boden in der Schweiz jedoch überall einen eher hohen pH-Wert aus. In diesem als „alkalisch“ bezeichneten Boden kann Kalk sogar schädliche Auswirkungen haben. Der pH-Wert des Bodens kann mit Hilfe einfacher
pH-Bodentests leicht bestimmt werden.

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Wasser bedeutet Leben


Das ist auch bei einem Rasen nicht anders. Fachgerechtes Bewässern Ihres Rasens ist deshalb unerlässlich.

Komponenten



Fast so vielseitig wie die unterschiedlichen Anwendungsbedürfnisse ist auch das Angebot an Bewässerungssystemen. Ob man sich für den klassischen Gartenschlauch, ein computergesteuertes Bewässerungssystem oder eine Lösung dazwischen entscheidet, hängt vor allem von den individuellen Bedürfnissen und Wünschen ab. Und selbstverständlich von dem zur Verfügung stehenden Budget. In der Do it + Garden Filiale Ihres Vertrauens wird man Sie fundiert beraten.

Der richtige Schlauch


Schlauchlänge und Schlauchdurchmesser sollten idealerweise an die Grösse der zu bewässernden Fläche angepasst sein. Hochwertigere Schläuche sind grundsätzlich leichter auf- sowie abzurollen und knicken weniger leicht, was dem Wasserdurchlauf zugutekommt.

Schlauchhalterungen


Auch die Auswahl an Schlauchhalterungen ist gross. Die passende Wandhalterung oder Schlauchtrommel kann also angepasst an die individuellen Bedürfnisse und den zur Verfügung stehenden Stauraum ausgesucht werden. Wichtig ist, dass Schläuche grundsätzlich gerollt gelagert werden. So werden diese nicht brüchig und die Bildung von Knicken kann verhindert werden.

Schlauchstecksystem


Ein cleveres Farbkonzept hat sich die die Marke „Gardena“ bei ihrem Stecksystem ausgedacht. Es arbeitet mit hellen und dunklen Komponenten, wobei dunkle Komponenten näher am Wasserhahn und hellere Komponenten eher am Schlauchende angebracht werden.

Wasserverteiler


Ein einfacher „Regner“ ist gerade in trockenen Perioden sehr empfehlenswert. Die dadurch erreichte Zeitersparnis gegenüber dem manuellen Bewässern ist nicht zu unterschätzen.

Bewässerungssteuerung


Zeit ist Geld und viel Zeit ist viel Geld. Wer also grössere Rasenflächen mit Wasser versorgen muss, tut gerade in Trockenperioden gut daran, zumindest die Anschaffung einer einfachen Bewässerungssteuerung mit eigenem Regner in Betracht zu ziehen. Dadurch ist auch bei Abwesenheit die Bewässerung jederzeit gewährleistet. Zudem lassen sich manche Bewässerungssteuerungen mit verschiedensten Sensoren erweitern und dadurch die Bewässerung sogar an Regen, Temperatur, Lichtstärke anpassen.

Tipps für richtiges Bewässern

Die richtige Menge


Wie viel Wasser ein Boden speichern kann hängt von der Bodenart ab. Grundsätzlich sollte der Boden ungefähr 20cm tief durchnässt sein. Das richtige Mass ist hier wichtig, denn wird zu intensiv bewässert kann dies das Mooswachstum begünstigen.

Die richtige Häufigkeit


Auch ein oberflächlich trocken wirkender Boden kann unter der Oberfläche noch ausreichend feucht sein. Anfang Mai bis Mitte September pro Woche 2 bis 3 Mal genügend bewässern ist deshalb meistens ausreichend.

Der richtige Zeitpunkt


Bewässert werden sollte nie bei starker Sonneneinstrahlung. Zum einen verdunstet das Wasser bei grosser Hitze, bevor es in den Boden einziehen kann, zum anderen kann es den Pflanzen regelrecht schaden. Es empfiehlt sich während der Nacht, am Morgen oder am Abend zu bewässern.

Die richtige Wasserqualität


Auch Wasser kann besser oder schlechter für den Rasen sein. Gespeichertes Regenwasser ist kalkhaltigem Leitungswasser vorzuziehen. Zudem sollte es klar sein, dass ein Bewässerungsstrahl nur so stark sein darf, dass er die Erde nicht wegspült.

Unsere beliebtesten Rasenpflege Produkte:

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Unser Ratgeber Rasenpflege im Überblick

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Gemeinsam geht’s besser

Viele Aspekte der Gartengestaltung und des Gartenbaus können zeitintensiv sein und sind bisweilen mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden. Gerade wenn es um die Renovation einer Rasenfläche oder das Anlegen eines neuen Rasens geht. Gemeinsames Arbeiten vor allem bei grösseren Projekten ist deshalb von Vorteil. Machen Sie doch ein Familienprojekt daraus. Oder laden Sie Ihre Freunde im Gegenzug für ihre Hilfe bei der Gartenpflege zu einer Grillparty ein. Auch gegenseitiges Aushelfen unter Nachbarn kann sehr effizient sein. Denn gemeinsam geht’s besser!


Gemeinsam geht's besser.
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