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Birnengitterrost

Kaum zu übersehen sind die leuchtend gelb-orangen Flecken auf dem Birnenblatt, die sich im Gittermuster flächig ausbreiten. Auf der Blattunterseite keimen die Pilzsporen und bilden dunkle Pusteln. Vom Zwischenwirt der Juniperus erfolgt die Infektion im Frühling. Die Sporen werden durch Wind und begünstigt durch feuchte Witterung verfrachtet. Das Einsammeln und Verbrennen stark befallener Blätter wirkt vorbeugend und befallsmindernd.

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Blütenstecher

(Erdbeer-, Himbeerblütenstecher, gelegentlich auch an Rosen)

Welkende Blüten, geknickte Blütenstiele. Ein etwa 2,5 cm grosser, schwarzer Rüsselkäfer ist hier am Werk. Er legt seine Eier in die Blütenknospen. Die fusslose, weisse Larve frisst sich durch die Knospe in den Blütenstiel. Bei Sorten mit hohem Blütenansatz kann ein gewisser Befall toleriert werden. Die Folge sind weniger, dafür grössere Früchte. Ist erfahrungsgemäss ein übermässiger Befall zu erwarten, ist eine Behandlung kurz vor der Blüte angezeigt.

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Frostspanner

(an Kern- und Steinobst u.a. Laubgehölzen)

Schädlich sind die bis 2,5 cm langen Räupchen, die sich spannerartig fortbewegen. Sie fressen ab Knospenaustrieb Blüten- und Blattknospen, später das ganze Blattwerk und können sogar Kahlfrass verursachen. Eigentlich ein Schmetterling, sind nur die Männchen geflügelt. Die Weibchen sind flugunfähig, 6–7 mm gross, dunkel gefärbt und auffallend langbeinig. Ab Ende Oktober verlassen sie das Puppenstadium im Boden. Sie klettern den Stamm hoch und legen Eier in Rindenritzen der Baumkrone ab. Die Überwinterung erfolgt in der rot gefärbten Eiform. Im Frühjahr findet der Reifungsfrass der Larven (Raupen) bis etwa im Juni statt. Dann verkriechen sie sich wieder im Boden und verpuppen sich. Der Schädling ist strategisch zu bekämpfen:
1. Raupenleimring um Weibchen abzufangen.
2. Winteröl gegen die Eiform.
3. Direktbekämpfung der Raupen.

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Himbeerkäfer

Die Himbeerkäfer legen in die Blüten der Himbeeren ihre Eier ab. Daraus entwickeln sich ca. 6 – 8 mm grosse Larven, welche sich im Innern der Himbeere aufhalten und sich von der Frucht ernähren. Die Larven des Himbeerkäfers werden oft auch als Himbeerwürmer bezeichnet. Meistens bemerkt man den Befall erst bei der Ernte der Himbeeren.

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Kräuselkrankheit des Pfirsichs

Blasig aufgeblähte, gekräuselte, hell bis rötlich gefärbte Blätter. Diese vertrocknen und fallen vorzeitig ab. Befallene Früchte zeigen ebenfalls runzelige Auftreibungen. Häufig starker Befall verursacht Gummifluss und kann Bäume zum Absterben bringen. Der Pilz überwintert in Schuppen der Rinde und Blattknospen. Die Infektion erfolgt im frühen Frühjahr, noch vor der Öffnung der Knospen. Sie wird durch feuchtkühle Witterung begünstigt. Die Anfälligkeit ist sortenbedingt.

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Monilia

(an Kernobst)

Blüten- und Zweigmonilia: Bei nasskalter Witterung plötzliches Absterben von Blüten und Trieben. Fruchtfäule: Faulstellen an reifenden und reifen Früchten. Auf den Faulstellen treten bald ringförmig die hellen Sporenlager hervor. Befallene Früchte schrumpfen. Bei Spätbefall beginnen die Früchte auch erst am Lager zu faulen.

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Narrenkrankheit der Zwetschge

(Taschenkrankheit)

Beim Heranwachsen der Früchte missförmige, runzlige, mehlig gepuderte, schotenförmige Früchte. Das Fruchtfleisch bleibt grün und hart, anstelle eines Steins bildet sich ein Hohlraum. Die Missbildungen werden Narren oder Taschen genannt. Ursache ist eine Pilzkrankheit, die in Rindenritzen überwintert und im Frühjahr den Fruchtboden der Blüten befällt. Von Bedeutung vor allem in Jahren mit feuchtkühler Witterung.

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Rebenpockenmilben

Die Rebenpockenmilben verursachen durch ihre Saugtätigkeit an den jungen Rebenblättern pockenartige Aufwölbungen auf der Blattoberseite. Auf der Blattunterseite bildet sich an den Saugstellen ein weissliches bis rötliches filziges Gewebe. Oft wird dies mit dem Falschen Mehltau verwechselt. Beim Falschen Mehltau hingegen trocknen die befallenen Stellen ein.

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Rutenkrankheit bei Himbeere und Brombeere

Die Krankheit verursacht an jungen Ruten, Knospen und Blattansatz violette Flecken. Die Knospen treiben im Frühjahr schlecht oder überhaupt nicht aus. Der Pilz befällt die ganze Rute und bringt die Rinde zum Absterben. Diese ist dann silbergrau gefärbt. Neben Fungizidbehandlungen sind abgetragene Ruten nach der Ernte bodeneben abzuschneiden und zu entfernen (verbrennen), da Pilzsporen auf abgestorbenen Pflanzenteilen lange Zeit überdauern.

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Schorf an Kernobst

Bedeutendste Krankheit bei Apfel und Birne. Blattverlust, Fruchtfall, unansehnliche Früchte und verminderte Haltbarkeit am Lager sind die Folgen. Pilzsporen überwintern an befallenen Trieben oder Falllaub. Im Frühjahr bei feuchter Witterung, Infektionen von Laub und Früchten. Auf dem Laub sind sommersprossartige Flecken sichtbar. Befallene Früchte zeigen kleine, dunkle Flecken, die sich rasch ausbreiten. Die Befallsstellen reissen auf und lassen erneut Sporen frei, die weitere Infektionen auslösen. Unterschiedliche Sortenanfälligkeit.

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Schrotschuss bei Steinobst

Erst rot umrandete Blattflecken die eintrocknen und herausfallen, sodass schrotschussartige Blattlöcher entstehen. Befallene Kirschenfrüchte weisen eingesunkene, dunkle Flecken auf. Die Früchte verkrüppeln. Bei Pfirsich kann ein Befall an Jungtrieben erfolgen. Ebenfalls rot umrandete Flecken, oft mit Gummifluss. Umfasst der Befall den ganzen Trieb, stirbt er oberhalb ab. Die Krankheit überwintert in Rindenritzen und hängengebliebenen, kranken Früchten. Im Frühjahr bis Sommer werden mit Hilfe von Regentropfen Neuinfektionen ausgelöst.

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Zwetschgenrost

(besonders an Zwetschge und Pflaume, seltener an Aprikose, Pfirsich und Mandel)

Die Pilzart benötigt als Zwischenwirt Anemonen und hat daher einen zweijährigen Entwicklungszyklus. Er befällt die Obstbäume im Frühjahr. Auf den Blättern sind kleine, gelbe Flecken sichtbar, auf der Blattunterseite befinden sich die rostfarbenen Pilzpusteln, von denen weitere Infektionen im Juli bis August ausgehen. Starker Befall führt zu Blattsterben und Blattfall sowie zu ungenügender Abreife der Früchte, vor allem bei Spätsorten.

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Empfohlene Pflanzenschutzmittel

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